|
|
|
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der Pädagogischen Sektion
Zur Sonnenwende, zu Weihnachten und zum Jahreswechsel senden wir Ihnen herzliche Grüsse aus der Pädagogischen Sektion!
Wir bedanken uns für jegliche Form von Unterstützung, für die Mitarbeit bei den Kolloquien, Tagungen und Publikationsprojekten, für Anregungen und Spenden, ohne die unsere Arbeit für den anthroposophischen Erziehungsimpuls so nicht möglich wäre.
In vieler Hinsicht erschweren unsere Lebens- und Denkweisen die Dynamik von Waldorf und Steiner Pädagogik. Wir könnten uns darin gefallen, die vielen menschheits- und lebensbedrohlichen Tendenzen unserer Zeit aufzuzählen. Oder wir könnten unsere Freude daran haben, uns ausschliesslich unserer Erziehungsaufgabe zuzuwenden.
Beim Treffen der «Internationalen Konferenz für Steiner Waldorf Pädagogik» (Haager Kreis) im November am Goetheanum zeigte Linda Williams aus Detroit (USA) noch eine dritte Möglichkeit:
Fassen wir die destruktiven Kulturphänomene klar ins Auge, aber seien wir gleichzeitig aufmerksam auf das, was viele Menschen heute aus dieser Situation lernen. Gefahr wird Anlass zur Fähigkeitsbildung. Einerseits erleben wir Unordnung und Gewalt im Sozialen, andererseits immer mehr Menschen, die sich für authentische Beziehungen und frei gebildete kleine Gemeinschaften einsetzen, für Empathie und Gerechtigkeit. Einerseits Angst und Ausgrenzung, andererseits Wertschätzung kultureller Vielfalt. Einerseits Verlust von Stille, Ehrfurcht und Gefühlstiefe, andererseits eine starke Sehnsucht nach Sinn, nach Kunst und imaginativer Erkenntnis. Und sogar angesichts unseres sehr einseitigen intellektuellen Verhältnisses zu Kindern entdeckt Linda bei diesen eine grosse Motivation für praktische verantwortliche Tätigkeit, sobald diese möglich und erlaubt ist.
Auch bei der Studienarbeit an den «Anthroposophischen Leitsätzen»* fanden wir diesen «dritten Weg»: Intelligenz entfaltet als «erbarmungs- und lieblose Logik» eine kalte, seelenlose Destruktivität, vor der man sich schauernd in eine romantische Vergangenheitsnostalgie flüchten könnte. Der dritte Weg geht mitten hindurch zwischen Rationalitäts-Anbetung und Sentimentalität. Auf diesem Weg sehen wir die «kalt-frostige», «weltverneinende» Tendenz der Intelligenz, aber wir bilden angesichts dieser Tatsache eine neue Fähigkeit aus: Ein «innerlich-herzliches Verbunden-Sein mit dem, was ich denke», eine aktive Hinwendung der eigenen Gefühle zu dem, was ich denke. So wird durch meine Eigenaktivität Intelligenz «Ausdruck des Herzens, nicht nur des Kopfes».
Diese Art des Denkens zu fördern, ist ja ein wesentliches Anliegen der Waldorfpädagogik. Alles Gute auch im neuen Jahr bei dieser spannenden Aufgabe!
Herzliche Grüsse von der Pädagogischen Sektion am Goetheanum
* Rudolf Steiner.- Anthroposophische Leitsätze.- (GA 26). Alle Zitate stammen aus dem Artikel: «Die Weltgedanken im Wirken Michaels und im Wirken Ahrimans», 16.11.1924
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Lernen, in der Welt zu sein Perspektiven zur pädagogischen Praxis, Constanza Kaliks und Philipp Reubke
In diesem Buch finden Sie Beiträge von Autoren aus verschiedenen Orten dieser Welt, von Universitätswissenschaftlern, Waldorfpädagoginnen und Waldorfpädagogen. Die Artikel ermutigen die Lesenden, die Einmaligkeit jedes Kindes und jedes Jugendlichen wahrnehmen zu lernen. Und Mut ist auch ein grosses Thema im Beitrag des katalanischen Philosophieprofessors Josep Maria Esquirol: «Stets ist das Wertvolle bedroht. Und gegenwärtig zielt diese Bedrohung sowohl auf den Ort der Erziehung als auch auf den Sinn des Menschlichen ab ... Es ist Widerstand nötig, um diesen Sinn gegen die vereinheitlichenden Kräfte zu verteidigen, die ihn verwischen.» (Preis in der Pädagogischen Sektion: 19 CHF/Euro)
Bedingungen für eine weltweite Arbeit für das Kind Rudolf Steiners pädagogischer Impuls, Constanza Kaliks
Rudolf Steiner eröffnete im September 1919 nicht nur eine neue Schule, sondern legte den Grundstein für eine weltweite pädagogische Bewegung. Seine Vision setzte sich für Schulen als Orte des Lernens und der gesellschaftlichen Teilhabe ein. Der Text beleuchtet die zentralen Elemente, die diesen pädagogischen Impuls bis heute prägen. (Preis in der Pädagogischen Sektion: 9 CHF/Euro)
Beide Bücher finden Sie im Buchhandel oder noch besser: direkt bei uns in der Pädagogischen Sektion.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
«Solving the Riddle of the Child …»
The Art of Child Study, Christof Wiechert
It may be a truism to say that every teacher should make efforts to understand his pupils. Our real understanding, after all, can be a sure foundation and support for children’s whole development; and without this our lessons will be a random undertaking that connects with our pupils, at best, in a superficial way only. A skilled teacher seeks to understand his pupils so that he can raise learning beyond mere compulsion or drill. It was Rudolf Steiner’s ideal that the weekly pedagogical meetings in Waldorf schools should support teachers’ continually developing insight into their pupils. He exhorted them to ‘become psychologists’ but did not mean this in the commonly understood sense. He himself demonstrated this ‘art of evolving insight’ in the faculty meetings in which he participated on many occasions. One can say that it is an essential part of the quality of our work as teachers for us to develop these skills of perception, reflection and insight. Christof Wiechert here picks up these suggestions of Steiner’s anew. He elaborates from them the art of the child study as a key tool in nurturing pupils development and, at the same time, teachers’ own growing powers of insight. In short the approach described here can enliven the educational and social dimensions of a whole school community.
Teaching – The Joy of Profession An Invitation to Enhance your (Waldorf) Interest, Christof Wiechert
To be a teacher and teaching children and youngsters is still a wonderful profession: it never gets dull or boring. But it is also a professional life under pressure. Complex demands, a high profile in professionalism, delivering sound results, yet also being attentive to the individual needs and development of the students and helping parents to understand their own child. All this demands from the teacher a multitasking talent. The teacher is constantly serving others, without time for him- or herself. Working in this profession you can easily loose your balance, the balance between inner needs and demands put on you by children, their performances, the parents and the school organism as a whole. If that happens, then we grow sour in this delightful profession. This book is a guide to find that balance which means gaining access to more energy, more creativity, more joyful responsibility for the sake of healthy students and a healthy profession.
Die beiden Bücher auf Englisch finden Sie im Buchhandel oder auch hier: direkt bei uns in der Pädagogischen Sektion für jeweils 5 CHF/Euro.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Goetheanum Pädagogische Sektion, Rüttiweg 45, 4143 Dornach, Switzerland T +41 61 706 43 15 • F +41 61 706 437 3
paed.sektion@goetheanum.ch
Abmelden
Copyright © 2020 Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.
|
|
|
|
|