Krisenherde / Ausgabe 3/2026 der Zeitschrift «STIL Goetheanismus in Kunst und Wissenschaft»
Liebe Freundinnen und Freunde,
dear friends (English translation below),
wie würde die Welt sich verändern, wenn die Kriege und Aggressionen zwischen den Menschen als das eigentlich im Innern zu entfaltende Entwicklungs- und Verwandlungspotenzial zu verstehen wären? Liegt die Veränderung, die wir in der Welt sehen wollen, nicht zuallererst in der Verwandlung unserer selbst? Hier ist allein unser Wille ausschlaggebend, dies zu tun, und hier sind uns keine, außer unsere eigenen, Grenzen gesetzt. Die vorliegende Ausgabe «Krisenherde» führt uns an Brennpunkte der Gegenwart, die Schritte der Selbstverwandlung und Verantwortungsübernahme anhand eigener Erfahrungen und Erlebnisse der Autoren zeigen. Sie eröffnen einen Raum für Erinnerung, Vergebung und Begegnung. Von der Ukraine bis zum Nahen Osten, von Aischylos‘ Die Perser bis zur Frage nach dem Judentum des Anderen führen die Beiträge zu einer gemeinsamen Suche: Wie können wir im Ungewissen Halt finden, Feindbilder hinterfragen und dem Anderen mit einem neuen Blick begegnen? Begleitet wird das Heft durch Bilder der Dornacher Malerin Cornelia Friedrich, deren Bildsprache die Essays atmosphärisch vertieft.
Es grüßen Sie im Namen der Redaktion
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Dear friends, how would the world change if wars and acts of aggression among people were understood as the very potential for development and transformation that is meant to unfold within ourselves? Does the change we wish to see in the world not lie, first and foremost, in our own transformation? Here, our will alone is decisive, and here we face no limits other than our own. The current issue of "Krisenherde" takes us to the hotspots of our time, where the authors’ own experiences and journeys illustrate the steps toward self-transformation and taking responsibility.They open up a space for remembrance, forgiveness, and encounter. From Ukraine to the Middle East, from Aeschylus’ The Persians to the question of the Other’s Jewishness, the contributions lead to a shared quest: How can we find ground in the face of uncertainty, challenge stereotypes of the enemy, and encounter the Other with a fresh perspective? The issue is accompanied by paintings of Cornelia Friedrich, an artist from Dornach, whose visual language adds depth to the essays' atmosphere. We send our regards on behalf of the editors,
Christiane Haid und Ariane Eichenberg
For the time being, the STIL magazine will only be published in German. An English translation of the STIL as an online edition is planned. If you are interested, please contact: sbk@goetheanum.ch.
Sektion für Schöne Wissenschaften
Rüttiweg 45
CH-4143 Dornach/Schweiz